Bürgerbus Murg

An die Murger Bürgerinnen und Bürger

 

Der Bürgerbus ist und war ein Erfolgsprojekt der Bürgerinitiative Murg im Wandel in Murg. Aufgrund der Pandemielage haben wir in Abstimmung mit unseren ehrenamtlichen Fahrern und Fahrerinnen seit Mitte März den Fahrdienst eingestellt, da zwei Drittel des Fahrerpools im gefährdeten Alter sind und den Fahrdienst momentan nicht leisten können. Mit den verbleibenden Personen können wir keinen belastbaren und planbaren Linienbetrieb im Verbund des ÖNV anbieten. Wir bedauern das sehr und bitten hierfür um ihr Verständnis. Sie können sicher sein, wir beobachten die Entwicklung der Pandemie und werden den Fahrdienst so bald wie möglich wieder aufnehmen. Da die Dauer der Pandemie nicht planbar ist, haben wir erkannt, dass wir den Fahrerpool verjüngen und aufstocken müssen.
Wir suchen neue Fahrer und Fahrerinnen die den Bürgerbusfahrdienst unter den aktuellen Auflagen und Bestimmungen leisten können und wollen. Voraussetzung ist der Besitz des Personen-Beförderungs-Scheines sowie ein Wohnsitz in  Deutschland. Die Kosten für den Schein werden ihnen erstattet.
Weitere Auskünfte erteilt ihnen gerne Monika Duttlinger 07763/3516.
Nun wünschen wir ihnen allen und uns gute Gesundheit in dieser schwierigen Zeit und hoffen sie bald wieder mit dem Bürgerbus in der Gemeinde Murg chauffieren zu können.

Die Idee eines Bürgerbusses in Murg entstand im Rahmen eines bürgerschaftlichen Engagements „Murg im Wandel“. Die Initiative entstand im Frühjahr 2013, um unser kommunales Alltagsleben an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen und hat in unserer Gemeinde schon einige Veränderungen angestoßen. Die Arbeitsgruppe „Mobilität“ hat in einem ersten Schritt die Probleme des öffentlichen Nahverkehrs in unserer Gemeinde analysiert mit dem Ziel, Verbesserungspotentiale auszuloten.

Ausgangsbasis:
Die Gemeinde Murg dehnt sich über eine Länge von 8 Kilometern und 365 Höhenmetern aus. Das Hauptangebot des öffentlichen Nahverkehrs tagsüber sind Schulbusse, die von der Öffentlichkeit mitgenutzt werden können. Im Tal gibt es tagsüber öfter Anschluss an die Regionalbahn Richtung Basel und Schaffhausen. Außerhalb der normalen Schul- und Arbeitszeiten fahren die Busse selten. Von einem Ortsteil in den anderen zu kommen ist daher bisher ohne Auto umständlich, und nach 18.58 bzw. 19.13 Uhr geht von Murg kein Bus mehr aus dem Kernort Murg in die Ortsteile Niederhof, Oberhof und Hänner.

Projektidee:
In einem ersten Schritt zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs haben wir das Angebot, vom Bahnhof Murg in die Ortsteile zu kommen, auf alle Zugverbindungen ausgedehnt. Das betrifft alle Züge nach 19 Uhr, die bis 2014 keine Anschlussverbindungen in die Ortsteile unserer Gemeinde hatten. So ist das Projekt “Bürgerbus Murg” entstanden. In Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung hat dieses Mobilitätsangebot den Individualverkehr in den Tagesrandzeiten eingedämmt und damit Energieressourcen und CO2 eingespart. Zudem bedeutet der Bürgerbus für alle Bürger, die kein Auto besitzen und auch niemanden haben, der sie fahren würde, eine Möglichkeit, auch am Abend Freizeitangebote zu nutzen, Freunde zu besuchen oder eine Arbeitsstelle in den Randzeiten des Tages anzunehmen (z. B. Schichtarbeit bis 10.00 Uhr). Der Bürgerbus ist für unsere Fahrgäste kostenlos.

Das Konzept des Bürgerbusses:
In Zusammenarbeit mit der Gemeinde wurde ein Kleinbus angeschafft, der teilweise durch Sponsoring lokaler Betriebe finanziert wird. Alle Züge der Hochrheinbahn, die in beide Richtungen in Murg nach 19 Uhr halten, haben durch den Bürgerbus einen Anschlussfahrplan in alle Ortsteile. Der Bus fährt alle Haltestellen in den Ortsteilen an, die tagsüber von der SBG bedient werden. Da das Fahrzeug für dieses Verkehrsangebot tagsüber nicht gebraucht wird, streben wir eine gemeinsame Nutzung mit der Gemeinde an, die tagsüber über den Einsatz verfügen kann. Die Infrastruktur für den Bus (Anschaffung, Betriebskosten des Fahrzeugs einschließlich Versicherungen) wird von der Gemeinde getragen. Die Personalkosten für den Bus können durch freiwillige Mitarbeit von Bürgern der Gemeinde als ehrenamtliche FahrerInnen weitgehend eingespart werden.

Zukunftsperspektive:
Der Bürgerbus ist ein Anfang für weitere umfassendere Projekte zur Stärkung der öffentlichen Mobilität mit dem Ziel, den Anreiz zur Nutzung des eigenen PKW zu reduzieren. Weitere Projekte können ein organisiertes kommunales Mitfahrangebot, z. B. ein Bestellsystem für Besorgungsfahrten (Einkauf, Behördengänge, Post-, Bank-, Arztbesuch) für Bürger sein. Ein eCar-Sharing wurde mit „my-e-car“ bereits eingeführt. Von diesen Projekten im Bereich Mobilität erhoffen wir uns eine Belebung des kommunalen Gemeinschaftslebens, eine Verbesserung der Strukturangebote für unseren ländlichen Raum und einen Beitrag zur alltäglichen Energieeinsparung. Damit können wir unsere Lebensgewohnheiten aktiv und sozial an die Herausforderungen des Klimawandels anpassen.

 

Aktuell

Ehrenamtliche Fahrer

Liste der Fahrerinnen/ Fahrer (in Überarbeitung). 

 

Ehrenamtliche Fahrer und engagierte Mobilisten